St.Kamillus
Katholische Kirchengemeinde St. Kamillus  
   
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Liebe Gäste, liebe Gemeinde von St. Kamillus!

"Am Aschermittwoch ist alles vorbei…"

Diese Zeilen sind wohl selbst dem größten Karnevalsmuffel bekannt.

Der Text des traditionellen Liedes macht deutlich: Die vorösterliche Fastenzeit hat nun begonnen und damit eine Zeit, in der das Wort Verzicht eine große Rolle spielt.

In den letzten Monaten haben wir dieses Wort sehr oft gehört, und manche/r ist es leid: Schon wieder Verzicht? Wir wollen ein unbelastetes Leben und unsere Normalität zurück.

Während der Corona-Pandemie war und ist der Verzicht von außen auferlegt, wenn nicht gar aufgezwungen. Wir haben auf die angeordneten Maßnahmen von Experten reagiert und sie uns zu eigen gemacht.


In seinem eigentlichen Sinne kommt Verzicht aber von innen. Ich tue etwas, weil ich mich dafür entscheide. Meine Freiwilligkeit und meine Entscheidungsmacht, das sind zwei wichtige Stichworte.

Verzicht ist dennoch nicht gerade einfach. Auch die freiwillige Entscheidung braucht Willenskraft, und die Entscheidung in die Tat umzusetzen, erfordert Selbstbeherrschung und Disziplin.

Sicher haben wir alle schon diese Erfahrung gemacht.


Verzicht, wie ihn Jesus beschreibt und wie ihn die Fastenzeit vorsieht, richtet den Blick nach innen. Es geht um unsere verborgene Einstellung zu den Dingen. Wovon habe ich zu wenig, wovon zu viel?

Wie sehr bindet dieses Zuwenig oder Zuviel mein Bewusstsein, wie viel Energie bindet es? Wie frei bin ich im Blick auf meine eingefahrenen Gewohnheiten und mein Verhalten? Lebe ich das, was Gott mir zutraut?


Für einen festgesetzten Zeitraum machen wir jetzt probeweise einiges anders und erfahren: So geht es auch.

Wir dürfen hoffen, dass Neues und Gutes daraus entsteht und dass unser Leben auf Wesentliches ausgerichtet ist.


Am Ende und Ziel dieses Weges steht das Osterfest. Im vergangenen Jahr musste pandemiebedingt die gemeinsame Feier der Osternacht ausfallen, und manche/r wendete sich dann notgedrungen der Alternative Livestream zu.

In der ersten Lesung der Osternacht aus der Genesis heißt es immer wieder, dass alles gut, ja „sehr gut“ sei. „Gott sah, dass alles gut war“ ist keine billige Realitätsflucht und kein Wegducken vor der Erfahrung, dass uns Schlimmes widerfährt, im Gegenteil.

Grund des österlichen Glaubens ist das leere Grab. Was ist geschehen in der Nacht, als Christus auferstand von den Toten?

Eine Antwort finden wir im 139. Psalm, einem Schöpfungspsalm; darin heißt es „Ich bin erstanden und bin immer bei Dir. Du hast Deine Hand auf mich gelegt.“ Die Liturgie sieht darin das erste Wort, das Christus nach seiner Auferstehung an den Vater richtet. Einzig die Hand des Vaters hat ihn gehalten, und so konnte er aus der Verlassenheit des Gründonnerstagsabends und der furchtbaren Dunkelheit des Karfreitags auferstehen.


Dieses Wort ist ein unglaubliches Bekenntnis. Das Leben kommt von Gott und kehrt zu ihm zurück. Und so bleibt nicht der Tod, sondern das Leben. Wenn wir Ostern feiern, sind wir eingeladen, in der Welt Zeugnis zu geben, dass es einen Weg aus der Todes-verfallenheit, aus allem Krieg und allem Leid gibt.


Ein unvollendet gebliebenes Kunstwerk von Michelangelo, das für das Grabmal Papst Julius II. geschaffen wurde, zeigt dies in einzigartiger Weise.

Aus einem rohen Marmorblock wachsen Menschen heraus und scheinen kraftvoll ihre Glieder aus dem Stein zu befreien.

Ein Kampf gegen Grenzen.

Das ist auch ein österliches Bild: Gott befreit seinen Sohn von aller menschlichen Begrenzung. In diese österliche Wirklichkeit ist jeder Christ durch die Taufe hineingenommen.


Erstarrungen lösen, Trägheit verwandeln, Mitmenschlichkeit leben, nicht aufhören zu hoffen, zu trösten und zu lieben:

Begeben wir uns gemeinsam durch die Fastenzeit auf den Weg gen Ostern, in der Hoffnung, dass wir es diesmal auch – in den bestehenden Möglichkeiten – zusammen feiern können.

So wünsche ich uns Allen eine besinnliche Fastenzeit und Freude und Frieden des auferstandenen Herrn.

Ihr Pater Krystian Respondek

/Pfarradministrator/

Gottesdienstordnung St. Kamillus:
 
Am Samstag:
17 bis 18 Uhr Beichtgelegenheit und stille Anbetung des Allerheiligsten
18.30 Uhr Vorabendmesse
 
Am Sonntag
10.00 Uhr Hochamt
18.30 Uhr Abendmesse
 
An den Werktagen
18.30 Uhr am Dienstag, Donnerstag, Freitag
15 Uhr am Mittwoch
 
Gottesdienste im Pastoralen Raum

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