St.Kamillus
Katholische Kirchengemeinde St. Kamillus  
   
Klausenerplatz 12/13 Tel.: 030 - 322 40 98
14059 Berlin-Charlottenburg Fax.: 030 - 325 46 36
Pax-Bank IBAN DE62 3706 0193 6000 7130 13 E-Mail: st.kamillus-berlin@o2mail.de

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Liebe Gäste, liebe Gemeinde von St. Kamillus!

In enger Verbindung mit dem Osterfest, das wir vor wenigen Wochen gefeiert haben, steht das nächste Hochfest:

Pfingsten. „Der Geist des Herrn durchweht die Welt, gewaltig und unbändig / wohin sein Feueratem fällt, /wird Gottes Reich lebendig…“ heißt es in einem bekannten Kirchenlied über das Pfingstereignis. Empfinden wir heute diesen Feueratem?

Vielerorts scheint die Kirche gebeutelt, den einen gehen die Veränderungen zu schnell, den anderen zu langsam, wichtige Themen werden kontrovers diskutiert. Vor einiger Zeit haben wir in unserer Gemeinde über die aktuelle Sinus-Milieustudie gesprochen, in der unterschiedliche Interessen-/Zielgruppen aufgeschlüsselt sind: die Liberalen, die Traditionellen, die Erlebnisorientierten, die Ökosozialen und viele andere mehr. Die Apostelgeschichte erzählt, wie sich zu Pfingsten plötzlich Menschen jeglicher Sprache verstanden - teilen wir uns heute wieder auf in viele verschiedene Sprachen oder werden gar sprachlos?

Der Auferstandene hatte seine Jünger aufgefordert, nicht hinter verschlossenen Türen zu bleiben, sondern die Botschaft Gottes in alle Welt zu verkünden. Am Schluss des Johannes-Evangeliums heißt es: „Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: „Empfangt den Heiligen Geist!“ (Joh 20, 21 f.) Daraufhin können die Jünger ihren Sendungsauftrag erfüllen.

Die Gnade, d.h. das Wirken Gottes an uns, setzt die Natur, und das heißt, die Bereitschaft zum Handeln, voraus. Wir können nicht die Augen verschließen vor den Herausforderungen der Zeit, uns nicht heraushalten aus dem Ringen um Frieden und Gerechtigkeit, aus dem Schutz der Schöpfung und des Lebens in allen Dimensionen, aus der Zuwendung zu Armen, Kranken, Einsamen in unserer Stadt. Und wir dürfen uns nicht verschließen gegenüber Menschen, die vielleicht nicht den kirchlichen Normen entsprechen, und auch nicht vor neuen Formen von Kommunikation innerhalb der Kirche und nach außen. Wir müssen die Türen der Kirche – nicht nur an Pfingsten – aufreißen, den frischen Wind göttlichen Geistes hineinlassen und das in der frohen Botschaft der Bibel Erfahrene anderen mitteilen, jede/r nach den eigenen Gaben.

Glaubensverkündigung ist nicht nur Sache der kirchlichen „Profis“, des pastoralen Personals, weil nur sie ja, wie manche denken, das nötige Wissen haben. Jede/r macht im eigenen Leben Erfahrungen mit dem Glauben, mit Leid und Verwandlung, mit Orientierungslosigkeit und Barmherzigkeit, mit Einsamkeit, Freude und Gebet. Wir sollten mehr üben und uns trauen, einander davon zu erzählen und andere den „Grund unseres Glaubens“ sehen zu lassen.

Noch eins: Das Pfingstgeschehen ereignet sich nach der Apostelgeschichte nicht in der Abgeschiedenheit der Wüste oder einem kleinen Dorf, sondern in Jerusalem, Großstadt und kulturelles Zentrum. Der Aufbruch der Kirche muss ein Aufbruch mitten in der Welt sein, ein Aufbruch zur Welt hin, in all ihrer Vielfalt. Wer sich auf das Wirken Gottes einlässt, bleibt nicht in Resignation und verschwimmenden Maßstäben stecken. Gott weist uns den Weg, und es ist an uns, uns aufzumachen und auch diesen Geist der Liebe, der Ermutigung und des Vertrauens auszustrahlen. Dann wird, wie es das Kirchenlied besingt, „Gottes Reich lebendig.“

In der Herz Jesu Gemeinde feiern wir am Pfingstmontag um 10.30 Uhr zwei Priesterjubiläen der Arnsteiner Patres nach. Pater Harald wurde vor 60 Jahren, Pater Ludger vor 25 Jahren zum Priester geweiht. Wir gratulieren Ihnen sehr herzlich und sind dankbar für Ihre Treue zum Glauben, zu dem Sie uns in Messfeiern und persönlichen Begegnungen, auch durch Ihre internationale Gemeinschaft immer wieder ermutigen. Einige Wochen später, am 3. Juli im Hochamt um 10.30 Uhr feiern wir in Herz Jesu das 60jährige Priesterjubiläum von Pfarrer Hans-Joachim Birkhahn, der schon viele Jahre mit großem Engagement Gottesdienste in unserem pastoralen Raum feiert. Auch ihm gratulieren wir sehr herzlich und danken für sein Glaubensvorbild und seine Unterstützung.  

Am 26. Juni 2022 feiern wir in unserer St. Kamillus-Gemeinde 100 Jahre Pfarrei St. Kamillus und das 90jährige Bestehen unserer Kirche am Klausenerplatz mit einem festlichen Hochamt und einem anschließenden Gemeindefest. Am gleichen Tag ist auch Patronatsfest in der Kirche Herz Jesu, die zu unserem pastoralen Raum gehört.

Das sind alles ermutigende Beispiele für das anhaltende Wirken des Heiligen Geistes unter uns; unsere Aufgabe ist es nun, ihm zu vertrauen, offen zu sein für die Anforderungen unserer Zeit und unsere Sendung im Frieden miteinander aktiv anzunehmen. Wir bereiten uns darauf vor, im kommenden Jahr eine neue große Pfarrei zu werden, unter dem neuen Namen „Märtyrer von Berlin“.

Es wird Geduld und Mut und Vertrauen brauchen, da die einzelnen Gemeinden unterschiedlich geprägt sind, unterschiedliche Traditionen und Kommunikationsformen haben und ja auch aus Menschen unterschiedlicher Temperamente, Sprachen und Gaben bestehen. Alle sollen sich gesehen und wertgeschätzt fühlen und mit ihren Gaben in den Sendungsauftrag hineingenommen werden. Wir glauben aber: mit Gottes „Feueratem“ und seinem Segen wird es gelingen!
Uns allen ein frohes Pfingstfest wünscht

Ihr Pater Krystian Respondek
/Pfarradministrator/

100 Jahre Pfarrei St. Kamillus
90 Jahre St. Kamillus Kirche


Die Kirche St. Kamillus ist ein römisch-katholisches Gotteshaus im Berliner Ortsteil Charlottenburg, das am 26. Juni 1932 geweiht wurde und zusammen mit benachbarten Bauten
unter Denkmalschutz steht. Die St. Kamillus-Kirche befindet sich in Berlin südlich des Schlossparks Charlottenburg am
Klausenerplatz 12/13 und ist Sitz der gleichnamigen Pfarrgemeinde.
St. Kamillus
 
St. Kamillus Gemeinde bildet mit der Pfarrei Herz Jesu, der französischsprechenden Gemeinde in der Kirche St. Thomas von Aquin und der Gedenkkirche Maria Regina Martyrum den Pastoralen Raum Berlin-Charlottenburg im Erzbistum Berlin. Die St. Kamillus Gemeinde wurde auf Initiative von Bernhard Lichtenberg hin gegründet, nachdem die Herz-Jesu-Kirche, an der er Pfarrer war, zu klein wurde.

Bereits vor der Gründung gab es einen Gottesdienst am ersten Weihnachtsfeiertag 1922 in der Aula der Nehring- Grundschule für die spätere Sankt-Kamillus-Pfarrei. Zunächst wurde eine umgebaute ehemalige Reitbahn der Gardekürassiere in der nahegelegenen Magazinstraße als Kapelle zu Ehren des Ordensstifters Camillus von Lellis (1550–1614) am 25. März 1923 geweiht. In der Zwischenzeit wurden ein Pfarrhaus, ein Gemeindesaal und ein Kloster für die Kamillianer, die die Seelsorge übernahmen, in zwei von der Gemeinde erworbenen Häusern am damaligen Friedrich-Karl-Platz 7 und 8 eingerichtet.

St. Kamillus

Nach Plänen des Architekten Hermann Albert Mohr wurde nach dem Abriss der beiden Häuser Friedrich-Karl-Platz 7 und 8 dort die Sankt-Kamillus-Kirche, eine Kombination aus Kirche, Altersheim, Gemeindesälen, Kindergarten, Kloster und Pfarramt, in den Jahren 1931 und 1932 als vierflügeliger Hochbau errichtet und schließlich am 26. Juni 1932 geweiht. Die Betreuung im Kindergarten und Altersheim wurde bis 1974 durch Schwestern von Unserer Lieben Frau gesichert, danach übernahmen Laien diese Arbeit. Im Jahr 1987 wurde die Pfarr- und Krankenseelsorge durch polnische Patres des Kamillianer-Ordens übernommen.

St. Kamillus

Heute ist die Kirche zu den Gottesdienstzeiten offen und bietet auch Gemeindegruppen, eine meditative Rosenkranz- Gruppe, Chor und Chor Schola nebst Orgelkonzerten. Ein Gymnasium, mit mehreren Hundert Schülern feiert bei uns die Schulmessen. Die Gemeinde trifft sich nach den Corona- Beschränkungen wieder regelmäßig und pflegt ein Beisammensein.

Geschichte der Kirche St. Kamillus, Quelle Wikipedia,  und Gemeindeblätter, Drucke veröffentlicht Kunstverlag W. Mathaus, Graph. Kunstanstalt Kettling&Krüger
Gottesdienstordnung St. Kamillus:
 
Am Samstag:
17 bis 18 Uhr Beichtgelegenheit und stille Anbetung des Allerheiligsten
18.30 Uhr Vorabendmesse
 
Am Sonntag
10.00 Uhr Hochamt
18.30 Uhr Abendmesse
 
An den Werktagen
18.30 Uhr am Dienstag, Donnerstag, Freitag
15 Uhr am Mittwoch
 
Gottesdienste im Pastoralen Raum

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